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Kaffee im Tiny House

Lasst uns über Kaffee reden! Egal ob als Espresso oder Latte Macchiato, ein hervorragender aromatischer Kaffee gehört für die meisten Menschen einfach zu einem guten Tag dazu. Deshalb wollen wir das Thema ansprechen, bevor es zu spät ist. Denn Tiny Houses und Kaffee vertragen sich nicht in allen Fällen.

Das hängt vor allem mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen:

  • Einige Arten der Zubereitung benötigen viel Platz.
  • Andere benötigen wiederum viel Strom.
  • Und auch die Qualität des Wassers kann den Kaffeegenuss beeinflussen.

Da jeder Mensch seine eigenen Vorlieben hat, wollen wir gar nicht lange über den „perfekten“ Kaffee sprechen, sondern vielmehr aufzeigen, wo es Probleme geben kann. Doch zuerst ein kleiner Überblick der Kaffee-Zubereitungsarten mit denen wir uns hier beschäftigen wollen:

  • Vollautomat / Siebträgermaschine
  • Pad- / Kapselmaschine
  • Filterkaffee
  • Espressokocher / Frenchpress
  • Instant-Kaffee
  • Cold-Brew

Wir hoffen, wir haben jetzt nichts vergessen und fangen einfach mal an.

Vollautomat / Siebträgermaschine

Vollautomaten und Siebträger führen ganz klar die Liste der problematischsten Tiny-Kaffeezubereitungen an.

Zuerst einmal verbrauchen sie viel Platz. Sehr viel Platz. Ja, die meisten Geräte brauchen neben ihrer immensen Grundfläche rund um den Aufstellort noch einmal extra Platz, damit man sämtliche Serviceklappen noch öffnen kann. Wir gratulieren jedem, der seine Tinyhouse Küche so groß geplant hat, dass ein Vollautomat dort Platz findet.

Aber dann geht es schon weiter. Vollautomaten verbrauchen auch jede Menge Strom. 1500 Watt und 230 Volt sind eher die Regel als die Ausnahme. Wer nicht an Landstrom angeschlossen ist, wird mit wenigen Tassen Kaffee schnell die komplette Tiny House Batterie leer ziehen. Vorausgesetzt euer Tiny hat überhaupt einen Inverter, der diese Leistung liefern kann. Für ein autarkes Tiny House also ein No-Go.

Sollte bei euch auch die Wassermenge ein Problem sein, zum Beispiel weil ihr keinen Wasseranschluss habt oder mit Wasser aus Kanistern und Flaschen arbeitet, dann fällt die Vollautomaten-/Siebträgerlösung auch hier raus, denn neben dem eigentlichen Kaffee wird häufig noch eine Menge extra Wasser „verbraucht“, um die Maschine durchzuheizen oder zu reinigen.

Und ein letzter Punkt: Zumindest wenn ihr auf einem Campingplatz steht macht ihr euch mit einem Vollautomaten auch eher unbeliebt. Die Dinger sind nämlich ziemlich laut. Gemäß der Regel: „Je früher der Morgen, desto wichtiger der Kaffee“ hat man da schnell ein paar ganz begeisterte „Freunde“.

Pad- / Kapselmaschine

Pad- und gerade Kapselmaschinen sind nicht unbedingt die umweltfreundlichste Lösung der Kaffeezubereitung, aber sie sind auf jeden Fall mit die Schnellste.

Und zumindest was den Platzverbrauch angeht schlagen sie den Vollautomaten um Längen. Trotzdem sollte man die Stellfläche nicht unterschätzen. Die Größe eines DIN A4 Blattes müsst ihr auch für diese Maschinen einplanen.

Beim Strom gibt es dann keinen Unterschied mehr. Die millionenfach verkaufte Senseo Padmaschine zieht auch 1500 Watt aus der Steckdose. Genau wie ihre Kapselgeschwister von Tassimo bis Nespresso.

Mit der Wassermenge gibt es hier weniger Probleme. Was reingefüllt wird kommt in der Regel auch als Kaffee wieder raus. Nur die Qualität des Wassers sollte einigermaßen stimmen, sonst geht die Maschine irgendwann kaputt.

Filterkaffee

Wenn ihr euren Filterkaffee aus der Maschine wollt, gilt natürlich das selbe wie bei der Pad- oder Kapselmaschine.

Etwas besser wird es, wenn ihr euren Kaffee selbst aufgießt. Dann ist das nicht nur platzsparend (Wie groß ist schon ein Handfilter?), sondern vor allem auch ohne Strom möglich. Warmes Wasser braucht es dennoch, das kann aber auch auf dem Gasherd erhitzt werden. Das sollte dann ohne große Probleme in jedem Tiny House möglich sein.

Espressokocher / French Press

Ähnlich wie beim selbst aufgebrühten Filterkaffee sieht es beim Espressokocher oder der French Press aus. Ohne heißes Wasser geht nichts. Und dazu braucht es Gas oder Strom. Vom Platzbedarf sind beide Methoden sehr sparsam. Eine kleine Kanne bekommt man fast immer noch unter.

Instant Kaffee

Platzsparender geht es definitiv nicht. Wer Instant-Kaffee mag, wird im Tiny House glücklich. Instant Kaffee in den Becher, heißes Wasser (vom Gas- oder Elektroherd) drauf, umrühren, fertig.

Cold-Brew

Und dann gibt es natürlich auch noch Cold-Brew. Während man im Prinzip bei dieser Zubereitung keine Energiequelle zum Erwärmen des Wassers benötigt, bekommt man umgekehrt aber Probleme, wenn man keine Möglichkeit hat den Kaffee über mehrere Stunden zu kühlen und auch kühl zu lagern. Im Winter ist das vielleicht kein Problem, im Sommer jedoch braucht es dazu auch Strom oder Gas.

Fazit

Guter Kaffee und das Leben im Tiny House sind nicht zwingend eine passende Kombination. Aber mit kleinen Abstrichen sollte auch bei beschränkten Strom- und Wasser-Ressourcen ein guter Kaffee am Morgen (oder Nachmittag) drin sein.

Photo by rawpixel on Unsplash

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Kategorie:Leben, Tiny House
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